Kork und Nachhaltigkeit - Von Portugal nach Deutschland

Nachhaltigkeit ist ein Wort, das nachhaltig inflationär genutzt wird. Dennoch möchte ich kurz auf die Wurzeln eingehen, denn im Jahr 2013 feierte der Begriff der „Nachhaltigkeit“ ein bedeutendes Jubiläum. Die Geschichte des Begriffs beginnt mit einem Buch, das der sächsische Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz im Jahr 1713 schrieb. Sachsen war immer schon eng mit dem Bergbau verbunden: in der Zeit der Renaissance wurde Silber gewonnen, später Uran und Braunkohle. In seiner „Sylvicultura oeconomica oder Haußwirthliche Nachricht und Naturmäßige Anweisung zur Wilden Baum-Zucht" mahnt von Carlowitz, der oberste Beamte für Bergbau in Sachsen, einen verantwortungsvollen und weitsichtigen Umgang mit der für den Bergbau so wichtigen Ressource Holz an. So schreibt er: „Wird derhalben die größte Kunst, Wissenschaft, Fleiß und Einrichtung hiesiger Lande darinnen beruhen, wie eine sothane Conservation und Anbau des Holtzes anzustellen, daß es eine continuierliche beständige und nachhaltende Nutzung gebe, weiln es eine unentberliche Sache ist, ohne welche das Land in seinem Esse nicht bleiben mag.[1]

Der moderne Begriff „Nachhaltigkeit“ umfasst weit mehr: er bezieht sich auf den Umgang mit allen Ressourcen und verweist auf die Art, wie wir leben, produzieren und konsumieren. Das Nachdenken darüber war für mich der Anlass, Korkprodukte aus meinem Heimatland Portugal in Deutschland anzubieten. Ich wünsche Ihnen viel Freude damit!


[1] Hannß Carl von Carlowitz: SYLVICULTURA OECONOMICA. Haußwirthliche Nachricht und Naturmäßige Anweisung Zur Wilden Baum-Zucht. 1713, S. 105–106

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