Schuhe aus Kork - seit über 500 Jahren in Mode in Spanien und Italien

Bereits zur damaligen Zeit waren die auch heute beliebten Damenschuhe mit hoher Plateausohle weit verbreitet und geschätzt. Bekannt sind Chopinen oder los chapines in Spanisch seit dem 15. Jahrhundert. In Mode waren sie jedochin ganz Europa bis ins 17. Jahrhundert.

Die Sohlen der Schuhe, die eine Höhe von ca. 10 cm hatten, bestanden aus Kork und waren von einem weichen Ziegenleder überzogen. Die Schuhe wurden zum Spaziergang auf der Straße getragen und erfüllten durch ihre Höhe eine doppelten Zweck: Zum einen wurde die Kleidung vom Schmutz der Straße geschützt, zum anderen wurden die Damen größer und erreichten eine Aufwertung in ästhetischer Hinsicht. Die Höhe der Sohlen wies auf den gesellschaftlichen Status der sie tragenden Person hin – je höher der Schuh, um so höher auch sein Status. Der Plateauschuh war erwachsenen Damen vorbehalten. Diese mussten aufgrund der Höhe – in Venedig wurden Extremhöhen von bis zu 74 cm erreicht – von Dienern beim Laufen gestützt werden.

Die Mode brachte mit sich, dass alle Korkvorräte in einem gewissen Zeitraum des 15. Jahrhunderts in Spanien nur für die Produktion von Chopines genutzt wurden. Sogar in die spanische Weltliteratur fanden die Chopinen ihren Eingang. So werden sie von den Schriftstellern des Goldenen Zeitalters Miguel de Cervantes und Lope de Vega erwähnt, die sich teilweise über diese Mode lächerlich machten.

Und wie Chopinen aussahen, sehen Sie z. B. hier: http://collections.vam.ac.uk/item/O74595/pair-of-chopines-unknown/

 

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